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Analysten-Dämpfer für AMD – Sorgen um China-Geschäft und Preiskampf mit Intel

Investing.comApr 8, 2025 9:43 PM

Investing.com - Ein deutlich skeptischerer Analystenkommentar von Keybanc Capital Markets hat am Dienstag die Aktien von Advanced Micro Devices (NASDAQ:AMD) unter Druck gesetzt. Die Experten sehen vor allem im Geschäft mit Künstlicher Intelligenz (KI) in China sowie im zunehmenden Preiskampf mit Intel (NASDAQ:INTC) erhebliche Risiken für den US-Chipkonzern.

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In einer aktuellen Branchenstudie nach Auswertung der Lieferketten-Daten senkte Keybanc seine Einstufung für AMD von "Overweight" auf "Sector Weight". Die Analysten verwiesen dabei auf strukturelle Herausforderungen und eine zunehmende Konkurrenz. Zwar sei die Bewertung mit dem 13-fachen des geschätzten Gewinns je Aktie für 2026 vergleichsweise niedrig, doch angesichts möglicher Belastungen bei den Bruttomargen helfe das wenig: „Halbleiteraktien funktionieren selten gut, wenn die Margen unter Druck geraten“, heißt es in der Studie.

Als besonders kritisch stuft Keybanc die Lage in China ein. Die Nachfrage nach KI-Grafikprozessoren sei dort laut Einschätzung der Experten nicht nachhaltig - während Konkurrent Nvidia (NASDAQ:NVDA) in diesem Bereich technologisch deutlich voraus sei. Außerhalb Chinas sei 2025 mit kaum Wachstum bei KI-GPUs zu rechnen, so die Analyse weiter.

Zudem dürfte AMD im Konkurrenzkampf mit Intel weiter unter Druck geraten. Deren jüngste Preissenkungen bei der "Lunar Lake"-Plattform von bis zu 40 Prozent könnten AMD zwingen, ebenfalls aggressiv zu reagieren, um Marktanteile zu halten oder zurückzugewinnen.

Auch technologisch sehen die Analysten Intel im Aufwind. Der Fortschritt bei der neuen 18A-Fertigungstechnologie könnte den Rückstand zu AMD sowohl im PC- als auch im Servergeschäft verringern. „Wir sind zunehmend besorgt, dass es für AMD künftig schwerer wird, weitere Marktanteile zu gewinnen“, so das Fazit von Keybanc.

Die Herabstufung reiht sich ein in eine allgemein angespannte Stimmung im Halbleitersektor, der weiterhin stark unter geopolitischen Spannungen und den US-Handelsrestriktionen leidet.

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