Frankfurt, 04. Apr (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
10.10 Uhr - Der Dax.GDAXI weitet seine Verluste am Vormittag deutlich aus. Der deutsche Leitindex gibt in der Spitze zwei Prozent auf 21.287 Zähler nach, der EuroStoxx50.STOXX50E fällt um 1,7 Prozent. Den Anlegern werde wohl immer klarer, dass unter der US-Zollpolitik alle leiden werden und der US-Präsident einen Fehler mache, sagt ein Händler. Am Devisenmarkt geht der Dollar-Index.DXY nach seinem jüngsten Kursrutsch auf Erholungskurs. Er notiert 0,4 Prozent fester. Beim EuroEUR= belasten Gewinnmitnahmen die Gemeinschaftswährung nach einem Wochenplus von gut zwei Prozent. Sie notiert mit 1,1003 Dollar 0,4 Prozent im Minus.
09.53 Uhr - Zweifel an einer Übernahme von GerresheimerGXIG.DE drücken die Aktien des Verpackungsherstellers laut einem Händler deutlich ins Minus. Die Aktien rauschen um bis zu 13,3 Prozent auf 55,80 Euro in den Keller, das ist der niedrigste Stand seit zweieinhalb Jahren. Einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge macht der US-Finanzinvestor KKRKKR.N bei der Übernahme von Gerresheimer einen Rückzieher. Der Partner von KKR, die Beteiligungsgesellschaft Warburg Pincus[RIC:RIC:WP.UL], versucht laut dem Bericht die Übernahme des Düsseldorfer Unternehmens nun alleine zu stemmen und hat die Verhandlungen fortgesetzt. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte kürzlich gemeldet, Warburg Pincus und KKR hätten zusammen mit dem Staatsfonds ADIA aus Abu Dhabi ein nicht-bindendes Angebot über fast 90 Euro je Aktie vorgelegt.
09.40 Uhr - Der Ausverkauf im globalen Banksektor geht zum Wochenschluss weiter. Sorgen über die jüngst angekündigten neuen US-Zölle drücken den europäischen Branchenindex.SX7P um vier Prozent auf den tiefsten Stand seit Anfang Februar, nachdem er bereits am Vortag 5,5 Prozent eingebüßt hatte. Die britischen Banken.FTNMX301010 verloren fast drei Prozent. Der japanische Branchenindex.IBNKS.T gab zeitweise bis zu 11,6 Prozent nach, bevor er 8,4 Prozent schwächer aus dem Handel ging. In den USA schlossen Goldman SachsGS.N, Morgan StanleyMS.N und JPMorganJPM.N am Donnerstag sieben bis 9,5 Prozent leichter. Anleger fürchten, dass die US-Zollerhöhungen eine globale Rezession auslösen könnten. Mit der Rezessionsangst wächst zugleich der Druck auf die Notenbanken, ihre Geldpolitik zu lockern. Fallende Zinsen setzen Banken unter Druck, da sie deren Zinsmargen verringern.
09.00 Uhr - Der Dollar bleibt nach den Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump auf Tauchstation. Der Dollar-Index.DXY gibt mit 101,54 Punkten in der Spitze um 0,5 Prozent nach. Auf Wochensicht hat er 2,4 Prozent an Wert verloren. Zeitweise ist er mit 101,267 Zählern auf den tiefsten Stand seit sechs Monaten gefallen. "Der Vertrauensverlust in den US-Dollar ist deutlich", sagt Chris Weston von Pepperstone. Die Analysten der Helaba gehen davon aus, dass das Zollpaket die Weltwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen wird, sollte es keine Nachverhandlungen geben. Es sei mit Effekten auf die Inflation und das Wachstum zu rechnen. Händler rechnen derzeit bis zum Jahresende mit drei Zinssenkungen der US-Notenbank Fed um jeweils 25 Basispunkte. Für den EuroEUR= ging es zum Wochenschluss weiter bergauf. Die Gemeinschaftswährung stieg um bis zu 0,5 Prozent auf 1,1107 Dollar, das Plus beläuft sich auf Wochensicht hier auf gut zwei Prozent.
07.42 Uhr - Folgende Aktien werden am Freitag mit einem Dividendenabschlag gehandelt:
Deutsche Unternehmen Angaben in Euro | Schlusskurs | Dividende |
Aurubis AGNAFG.DE | 83,25 | 1,50 |
07.10 Uhr - Rezessionsängste lassen die Preise für Öl und Kupfer zum Wochenschluss erneut abrutschen. Das Nordseeöl BrentLCOc1 und das US-Öl WTICLc1 verbilligen sich in der Spitze um mehr als ein Prozent auf 69,28 beziehungsweise 66,06 Dollar je Fass. Auf Wochensicht sacken die Preise um 5,7 beziehungsweise 4,8 Prozent ab. Anleger fürchten, dass die von US-Präsident Donald Trump verhängten drastischen Zollerhöhungen einen weltweiten Konjunktureinbruch und damit eine niedrigere Ölnachfrage zur Folge haben dürften. Verstärkt wird der Preisdruck durch die jüngste Entscheidung der Opec+-Gruppe, im Mai ihre Produktion deutlich zu steigern. Auch beim Industriemetall Kupfer stehen die Zeichen aufgrund der Konjunktursorgen auf Ausverkauf. Der Preis fällt um bis zu 1,1 Prozent auf 9263 Dollar je Tonne und ist damit so billig wie zuletzt Mitte Februar.
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