tradingkey.logo

MÄRKTE-Gegenschlag Chinas verstärkt Rezessionsangst an US-Börsen

ReutersApr 4, 2025 1:57 PM

- Chinas Gegenschlag nach den drastischen Zollankündigungen der USA hat die US-Börsen am Freitag erschüttert. Für den Dow-Jones-Index.DJI der Standardwerte ging es am Morgen um 2,7 Prozent auf 39.460 Punkte abwärts. Der breiter gefasste S&P 500.SPX verlor 3,1 Prozent auf 15.989 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq.IXIC fiel um 3,5 Prozent auf 15.973 Punkte. Damit steuert das Börsenbarometer charttechnisch auf einen sogenannten Bärenmarkt zu, da das Allzeithoch mittlerweile mehr als 20 Prozent entfernt liegt.

China kündigte an, dass ab dem 10. April in Reaktion auf die Maßnahmen von US-Präsident zusätzliche Zölle in Höhe von 34 Prozent auf alle US-Waren erhoben werden. Das Land kündigte außerdem Kontrollen für die Ausfuhr von mittelschweren und schweren Seltenen Erden an. Damit wächst die Angst der Investoren vor einem weltweiten Konjunkturabschwung. "Wir sehen nun die unvermeidlichen Vergeltungsmaßnahmen der globalen Handelspartner der USA. Es besteht die Gefahr, dass sich die Rezessionsangst in eine ausgewachsene Rezession ausweitet", sagte Ben Laidler, Leiter der Aktienstrategie bei Bradesco BBI. Der CBOE-Volatilitätsindex.VIX, bekannt als Angstbarometer der Wall Street, erreichte mit 38,49 Punkten seinen höchsten Stand seit August 2024.

Die Aktien von TeslaTSLA.O und AppleAAPL.O - die zu den Unternehmen mit dem größten Umsatz in China gehören - fielen beide um je 3,7 Prozent. AlphabetGOOGL.O, MicrosoftMSFT.O und MetaMETA.O lagen ebenfalls im Minus. Der Chip-Sektorindex.SOX verlor 5,9 Prozent. Die Zölle könnten zu höheren Kosten für Halbleiterunternehmen führen, die Gewinnspannen beeinträchtigen und komplexe Chip-Lieferketten stören.

Die Aktienkurse der US-Banken gerieten erneut unter die Räder. Der Sektor stand weltweit unter Druck, da die Anleger weitere Zinssenkungen der Zentralbanken und eine Beeinträchtigung des Wirtschaftswachstums durch Zölle erwarteten. Die Aktien von Bank of AmericaBAC.N und JPMorgan ChaseJPM.N fielen jeweils um fünf und 4,3 Prozent. Ein Ölpreisrutsch setzte den Öl- und Gassektor unter Druck. Die Aktien des Ölkonzerns ExxonCVX.N um 3,6 Prozent nachgaben. Zölle aus China, einem wichtigen Ölimporteur, könnten die Sorgen über eine nachlassende Kraftstoffnachfrage verstärken.

In den Hintergrund rückte trotz positiver Signale der Bericht des US-Arbeitsministeriums. Demzufolge hat die US-Wirtschaft im März mit 228.000 Stellen weit mehr neue Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Doch angesichts des sinkenden Geschäftsvertrauens könnten Trumps umfassende Importzölle die Widerstandsfähigkeit des Arbeitsmarktes in den kommenden Monaten auf die Probe stellen.

Weitere Marktberichte unter Doppelklick .CDE .FDE .NDE .TDE 
Haftungsausschluss: Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine Finanz- oder Anlageberatung dar
tradingkey.logo
tradingkey.logo
Intraday-Daten werden von Refinitiv bereitgestellt und unterliegen den Nutzungsbedingungen. Historische und aktuelle End-of-Day-Daten stammen ebenfalls von Refinitiv. Alle Kursangaben entsprechen der lokalen Börsenzeit. Echtzeit-Kursdaten zu US-Aktien beziehen sich ausschließlich auf über Nasdaq gemeldete Transaktionen. Intraday-Daten sind mindestens 15 Minuten oder gemäß den Vorgaben der jeweiligen Börse verzögert.
* Referenzen, Analysen und Handelsstrategien werden vom Drittanbieter Trading Central bereitgestellt, und der Standpunkt basiert auf der unabhängigen Bewertung und Beurteilung des Analysten, ohne die Anlageziele und die finanzielle Situation der Investoren zu berücksichtigen.
Risikohinweis: Unsere Website und mobile App bieten lediglich allgemeine Informationen zu bestimmten Anlageprodukten. Finsights stellt keine Finanzberatung oder Empfehlung für ein Anlageprodukt bereit, und die Bereitstellung solcher Informationen darf nicht als Finanzberatung durch Finsights ausgelegt werden.
Anlageprodukte unterliegen erheblichen Anlagerisiken, einschließlich des möglichen Verlusts des investierten Kapitals und sind möglicherweise nicht für jeden geeignet. Die vergangene Wertentwicklung von Anlageprodukten ist nicht unbedingt ein Hinweis auf deren zukünftige Wertentwicklung.
Finsights kann Drittanbietern oder Partnern erlauben, Werbung auf unserer Website oder in unserer mobilen App oder in Teilen davon zu platzieren oder bereitzustellen. Finsights kann für diese Anzeigenvergütung erhalten, basierend auf Ihrer Interaktion mit den Werbeanzeigen.
© Urheberrecht: FINSIGHTS MEDIA PTE. LTD. Alle Rechte vorbehalten.