03. Apr (Reuters) - US-Präsident Donald Trump hat neue Zölle angekündigt. Hier aktuelle Entwicklungen:
22.43 Uhr - US-Präsident Donald Trump erklärt an Bord der Air Force One, er habe die Talfahrt der Märkte nach seiner Zoll-Entscheidung erwartet. Der Schritt sei jedoch notwendig gewesen, um die amerikanische Wirtschaft zu heilen, die er als kranken Patienten bezeichnet. Trump sagt, er sei offen für Zollverhandlungen, falls andere Länder etwas "Phänomenales" anbieten würden. Die wichtigsten Indizes an der Wall Street gaben am Donnerstag so stark nach wie seit der Anfangszeit der Pandemie nicht mehr.
21.49 Uhr - Ein hochrangiger Berater von US-Präsident Donald Trump zeigt sich zuversichtlich, dass China nicht als Vergeltung für die neuen US-Zölle die Lieferungen von Arzneimitteln an die USA einstellen wird. Es gebe viele andere Orte, von denen man Medikamente beziehen könne, sagt der Leiter des Nationalen Wirtschaftsrats, Kevin Hassett, dem Sender Fox News auf eine entsprechende Frage. "Ich glaube nicht, dass sich die Menschen darüber Sorgen machen müssen, und ich glaube auch nicht, dass sie das tun würden", sagt er unter Verweis auf China. Eine Stellungnahme der Volksrepublik liegt zunächst nicht vor.
17.51 Uhr - Kanada gibt Vergeltungsmaßnahmen bekannt. Alle aus den USA importierten Fahrzeuge, die nicht unter das nordamerikanische Handelsabkommen USMCA fallen, würden mit Zöllen von 25 Prozent belegt, gibt Ministerpräsident Mark Carney bekannt. Autoteile seien nicht betroffen. Die Einnahmen sollen direkt an die Arbeiter in der Autobranche und die Firmen dort gehen. Carney spricht von etwa acht Milliarden kanadischen Dollar (etwa 5,1 Milliarden Euro). Auf etwaige neue Zölle werde man energisch reagieren, warnt er. Die US-Regierung werde vermutlich nicht den Kurs ändern, bis die Gegenzölle so schmerzhaft würden, dass sie sie nicht ignorieren könne. Gegenwärtig gebe es keine Pläne, die Maßnahmen mit anderen Staaten abzusprechen, sagt Carney.
17.41 Uhr - US-Handelsminister Howard Lutnick schließt aus, dass Trump von den Zöllen abrückt. Trump werde die Ankündigungen des Vortages nicht zurücknehmen, sagt Lutnick dem Sender CNN. Trump werde auch nur verhandeln, wenn andere Länder ihre Zölle und andere Handelshemmnisse abbauten.
16.20 Uhr - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigt an, die Antwort auf die neuen US-Zölle werde massiver ausfallen als frühere Gegenmaßnahmen, die etwa nach den US-Zöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte beschlossen wurden. Europa müsse seine Reaktion von Industriezweig zu Industriezweig abstimmen. Er wirft Trump vor, bei seiner Klage über Handelsdefizite mit Europa digitale Dienstleistungen außer Acht gelassen zu haben.
15.50 Uhr - Italien möchte zur Entlastung der besonders von den US-Zöllen betroffenen europäischen Auto-Industrie die Vorschriften zur Senkung von Industrieemissionen aussetzen. Industrieminister Adolfo Urso kündigt vor dem Parlament in Rom an, er werde sich dafür bei der Europäischen Union einsetzen. Ein entsprechender Antrag werde bei der EU eingereicht.
15.45 Uhr - Die Ministerpräsidenten von Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern, Mario Voigt (CDU) und Manuela Schwesig (SPD), warnen vor negativen Folgen der Zölle gerade für Ostdeutschland. In Thüringen entfielen ungefähr zehn Prozent des Außenhandels auf die USA, sagt Voigt. Die Zölle hätten Auswirkungen im Bereich Pharma, optische Industrie und Auto. Schwesig verweist auf den Auto-Zulieferer Webasto, der Personal abbaue. "Es muss jetzt alles dafür getan werden, dass den Betroffenen vor Ort eine Perspektive geboten wird." Beide fordern, dass es umso wichtiger sei, dass Deutschland die eigene Wettbewerbsfähigkeit verbessern müsse. Beide loben in diesem Zusammenhang, dass nun das Sondervermögen über 500 Milliarden Euro auf den Weg gebracht worden sei.
15.10 Uhr - Die US-Investmentbank Morgan Stanley rechnet wegen der Zollpolitik nicht mehr mit einer Zinssenkung der Federal Reserve in diesem Jahr. Grund sei die Gefahr einer steigenden Inflation aufgrund der neuesten US-Zölle, teilt das Geldhaus mit. Bislang war Morgan Stanley von einer Zinssenkung der Federal Reserve um 25 Basispunkte im Juni ausgegangen.
13.45 Uhr - Der Chef des Arbeitnehmer-Flügels der Union, Dennis Radtke, fordert als Antwort auf die neuen US-Zölle Maßnahmen gegen US-Tech-Konzerne. "Deutschland und Europa müssen jetzt eine Digitalsteuer einführen. Das muss eine direkte Antwort auf Trumps Zoll-Politik sein", sagt der CDA-Vorsitzende der Nachrichtenagentur Reuters. "Deutschland sollte hier eine Vorreiter-Rolle einnehmen." Man müsse der US-Regierung zeigen, dass man sich nicht alles gefallen lasse. Er verweist darauf, dass US-Tech-Firmen weiter Milliarden Gewinne in Deutschland und Europa machten, ohne einer fairen Besteuerung zu unterliegen. "Statt wie die SPD auf Steuererhöhungen für die hart arbeitende Mitte zu setzen, müssen wir dort ansetzen, wo man bisher Schlupflöcher gnadenlos genutzt hat", fordert Radtke. Die globalen Gewinnmargen von Google und anderen US-IT-Konzernen lägen bei 20 bis 30 Prozent, in Deutschland würden häufig aber nur ein bis fünf Prozent der Umsätze als Gewinn versteuert. "Deutschland entgehen durch diese Steuervermeidung gut ein bis zwei Milliarden Euro pro Jahr. Das Ganze nennt sich dann Steueroptimierung und der Staat schaut tatenlos dabei zu."
12.37 Uhr - Spanien will nach den neuen US-Zöllen die heimische Wirtschaft mit einem Hilfspaket im Volumen von 14,1 Milliarden Euro unterstützen. 7,4 Milliarden Euro davon seien für neue Finanzierungen geplant, sagt Ministerpräsident Pedro Sanchez. 400 Millionen Euro seien für die Unterstützung des E-Autosektors vorgesehen. Auch die Europäische Union müsse ein Paket mit Gegenzöllen und anderen Maßnahmen schnüren. "Die Rückkehr der USA zum Protektionismus des 19. Jahrhunderts ist kein intelligenter Schachzug", sagt Sanchez. "Europa wurde bereits im Osten angegriffen durch Russland, nun kommen die Handelsangriffe aus dem Westen."
12.04 Uhr - Bundesaußenministerin Annalena Baerbock spricht von einem "absolut schlechten Tag" für die Weltwirtschaft. Für Europa sei dies kein "Tag der Liberation" und für die US-Verbraucher eher ein "Tag der Inflation", sagt Baerbock vor Beratungen der Nato-Außenminister in Brüssel. Europa sei an einem Handelskrieg nicht interessiert, werde seinen Binnenmarkt aber schützen, falls dies notwendig sei.
11.35 Uhr - Der Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern RocheROG.S will nach den neuen US-Zöllen eine Aufstockung seiner Kapazitäten in den USA prüfen, um die Nachfrage nach seinen Medikamenten und medizinischen Tests weiterhin decken zu können. "Wir erwägen zusätzliche Investitionen in den USA, um die Bedürfnisse der Patienten weiterhin zu erfüllen", erklärt der Arzneimittelhersteller aus Basel. Das Unternehmen habe in den Vereinigten Staaten mehr als 25.000 Mitarbeitende und verfüge über die gesamte pharmazeutische und diagnostische Wertschöpfungskette: Vier Standorte für Forschung und Entwicklung, Produktion und Vertrieb im Pharmageschäft und sieben Standorte der Diagnostiksparte.
11.18 Uhr - Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) fordert nach der Ankündigung neuer US-Zölle von der EU, der Welthandelsorganisation WTO und den betroffenen Staaten "klare Signale und Maßnahmen zur Sicherung und Wiederherstellung der liberalen Welthandelsordnung, idealerweise unter Einschluss der USA." Die Unberechenbarkeit von US-Präsident Donald Trump führe weltweit zu Unsicherheit und Vertrauensverlust, teilt der Verband mit. Es sei ein vernichtender Tag für den freien Welthandel. Die Unionsparteien und die SPD müssten sich in den Koalitionsverhandlungen nun auf Reformen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland und auf Rahmenbedingungen für die E-Mobilität einigen.
11.02 Uhr - US-Präsident Donald Trump muss Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck zufolge nach seinen Zöllen gegen weite Teile der Welt einen Gegendruck spüren. Dann werde er sich korrigieren. "Dieser Druck muss jetzt entfaltet werden", sagt Habeck. Die EU müsse dabei aber darauf achten, dass sie nicht Produkte teurer mache, bei denen Europa auf Importe angewiesen sei. Zudem müsse Europa jetzt strategische Investitionen tätigen, um unabhängiger zu werden. Als Beispiele nennt er eine eigene Cloud-Infrastruktur sowie KI- und Raumfahrt-Kapazitäten.
10.55 Uhr - Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck betont die große Dominanz amerikanischer Technologiekonzerne. Auf die Frage nach einem Vorgehen der EU gegen diese Firmen sagt der Grünen-Politiker, die EU-Kommission werde sich alle Optionen anschauen. Sie sei entscheidungsbereit, nehme sich aber zwei Wochen Zeit für Gespräche mit den USA. Es müsse immer auch das Ziel sein, das Feuer zu löschen.
10.45 Uhr - Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez wird wohl noch am Donnerstag ein Maßnahmenpaket ankündigen, um die Auswirkungen der neuen US-Zölle abzufedern. Die Maßnahmen umfassten ein Sicherheitsnetz, das kurzfristig diejenigen schützen solle, die durch die Abgaben mit Umsatzrückgängen konfrontiert sein würden, sagt Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo dem TV-Sender Antena 3.
10.39 Uhr - Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sagt, die Grundannahme von Trumps sei falsch. Die USA seien einer der größten Gewinner der Globalisierung. Die Europäische Union sollte nun pragmatisch und schnell neue Handelsabkommen abschließen, beispielsweise mit Indien.
10.22 Uhr - Belgien fürchtet negative Auswirkungen auf breiter Front durch die von den USA erhobenen Einfuhrzölle. "So oder so wird es nicht nur belgische Unternehmen sondern auch unsere Bürger treffen, teilweise aufgrund eines geringeren Wirtschaftswachstums (...) und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Vereinigten Staaten selbst eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben fordern", erklärt der belgische Außenminister Maxime Prevot.
10.11 Uhr - Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) kritisiert die Zollpläne von US-Präsident Donald Trump. "Das wird nicht als Befreiungstag in die Geschichte eingehen, sondern als Belastungstag – vor allem für die amerikanischen Konsumenten", sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Die 20-prozentigen Einfuhrzölle auf alle europäischen Waren seien ein Rückschlag für die deutschen Exporteure, denn für Deutschland seien die USA der wichtigste Handelspartner. "Wir sind auch auf anderen Weltmärkten gut vertreten - das müssen wir jetzt erst recht ausbauen." Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten und mit Indien müssten rasch unter Dach und Fach gebracht werden. "Auf die neuen US-Zölle sollte die EU nicht impulsiv, sondern entschieden und mit Weitsicht reagieren." Es zeige sich erneut, dass Europa seine Firmen ohne weitere Verzögerungen fit für den Wettbewerb machen müsse.
10.10 Uhr - Der österreichische Leiterplattenhersteller AT&SATSV.VI sieht seine Leiterplatten und IC-Substrate derzeit nicht unmittelbar von den US-Zöllen betroffen. "Wir sehen auch keine Signale, dass sie in den Fokus geraten könnten", erklärte das Unternehmen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Als Zulieferer sei AT&S jedoch indirekt betroffen: Würde ein europäisches Auto mit den Leiterplatten des Unternehmens in den USA mit einem Zollsatz von 25 Prozent belegt, könnte dies die Nachfrage nach diesen Autos und damit auch nach den Leiterplatten senken.
10.00 Uhr - Die deutsche Süßwarenindustrie kritisiert die angekündigten Zölle von rund 20 Prozent scharf. "Sie treffen die falschen Adressaten - nämlich eine Branche, die wichtige Rohstoffe wie Mandeln, Pistazien, Walnüsse, Cranberries und Erdnüsse in großen Mengen aus den Vereinigten Staaten bezieht", erklärt Hauptgeschäftsführer Carsten Bernoth vom Branchenverband BDSI. Bei Mandeln betrage der Anteil der USA bei den Importen in die Europäische Union 92 Prozent. "Mit den Zollerhöhungen schaden die USA nicht nur europäischen Herstellern, sondern auch den US-Partnern unserer Branche und ihrer eigenen Landwirtschaft."
10.00 Uhr - Südkorea will nach den von den USA verhängten Einfuhrzöllen seine Autoindustrie stützen. Die Regierung plane, bis nächste Woche Notfallmaßnahmen zur Unterstützung der Automobilindustrie anzukündigen, berichtet die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf den amtierenden Präsidenten Han Duck Soo. Dem Bericht zufolge hat zudem der Handelsminister vor, so bald wie möglich zu Verhandlungen in die USA zu reisen.
09.55 Uhr - Israel will sich gegen die von den USA verkündeten Zölle wappnen. Finanzminister Bezalel Smotrich kündigt an, Ministeriumsvertreter einzuberufen, um Maßnahmen zum Schutz der israelischen Wirtschaft nach der Entscheidung von Präsident Donald Trump zu erarbeiten. Trump hatte am Mittwoch für Israel Einfuhrgebühren in Höhe von 17 Prozent verhängt.
09.10 Uhr - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat sich zurückhaltend zu den neuen US-Zöllen geäußert. "Die SNB nimmt die Ankündigung der US-Administration zur Kenntnis und ist daran, die Faktenlage eingehend zu analysieren", erklärt die Notenbank. "Wir werden mit der neuen US-Administration den etablierten Dialog weiterführen." Die Schweiz ist wegen ihrer Eingriffe am Devisenmarkt wiederholt ins Visier der US-Behörden geraten.
09.05 Uhr - Spanien drängt auf Gegenmaßnahmen auf die von US-Präsident Donald Trump verkündeten Einfuhrzölle. Die neuen Zölle seien "unfair und ungerechtfertigt", sagt der spanische Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo in einem Interview mit dem Radiosender RNE. Seine Regierung sei bereit, Maßnahmen zu ergreifen, um die Unternehmen und Verbraucher des Landes vor den Auswirkungen zu schützen. Die Europäische Union sei zwar bestrebt, zu verhandeln, um einen Handelskrieg zu vermeiden. Sie müsse aber Vergeltungsmaßnahmen ergreifen, wenn kein Verhandlungsspielraum bestehe, fordert Cuerpo.
08.22 Uhr - Der britische Wirtschaftsminister Jonathan Reynolds nannte die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Einfuhrzölle "eine Bedrohung" für sein Land. Reynolds sagte gegenüber Times Radio: "Alles, was das globale Handelssystem stört, ist eine Bedrohung für Großbritannien."
08.16 Uhr - Die französische Regierung kündigt in Zusammenarbeit mit der Europäischen Union in zwei Wellen von Gegenmaßnahmen für die von den USA verhängten Zölle an. Die erste Antwort werde Mitte April erfolgen und sich auf die von US-Präsident Donald Trump eingeführten Zölle auf Aluminium und Stahl beziehen, sagte Regierungssprecherin Sophie Primas am Donnerstag gegenüber RTL Radio. Die zweite Antwort wahrscheinlich Ende April werde eine breitere Palette von Produkten und Dienstleistungen betreffen. "Wir sind bereit in diesem Handelskrieg."
08.15 Uhr - Norwegen setzt bei den von den USA erlassenen Einfuhrzöllen auf Verhandlungen. "Die Amerikaner sagen, es gibt hier Verhandlungsspielraum, und wir werden diesen mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln nutzen", erklärt Ministerpräsident Jonas Gahr Störe gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Sender NRK.
07.50 Uhr - Die US-Zölle in Höhe von 26 Prozent werden Indiens 32 Milliarden Dollar schwere Edelstein- und Schmuckindustrie belasten und zu einem starken Exportrückgang führen. "Der Zoll ist höher als erwartet", sagte Colin Shah, Geschäftsführer von Kama Jewelry, einem der führenden Diamantschmuckhersteller Indiens, gegenüber Reuters. Das werde den Export beeinträchtigen. Auf die USA entfallen fast zehn Milliarden Dollar oder 30,4 Prozent von Indiens jährlichen Edelstein- und Schmuckexporten.
07.27 Uhr - Taiwans Regierung hält die von den USA erhobenen Zölle für unangemessen und will mit der US-Regierung darüber sprechen. Taiwanische Produkte werden mit einem Zoll von 32 Prozent belegt, ausgenommen sind Halbleiter. Die taiwanische Regierung erklärt, sie bedauere die "unangemessenen" US-Zölle, werde sich um eine Klärung bemühen und die Gespräche mit Washington fortsetzen, um sicherzustellen, dass die Interessen Taiwans geschützt werden.
07.09 Uhr - Die Europäische Union sollte nach den Worten von EU-Ratspräsident Antonio Costa nach den neuen US-Zöllen Freihandelsabkommen mit anderen Ländern abschließen. "Wir werden mit allen unseren Partnern zusammenarbeiten und unser Handelsnetz weiter stärken und ausbauen. Jetzt ist es an der Zeit, die Abkommen mit Mercosur und Mexiko zu ratifizieren und die Verhandlungen mit Indien und anderen wichtigen Partnern entschlossen voranzutreiben", schrieb Costa in einem Beitrag auf X.
07.05 - Der Schweizer Wirtschaftsdachverband bezeichnet die neuen US-Zölle als "schädlich und unbegründet". "Für die Schweizer Exportwirtschaft bedeutet die heutige handelspolitische Eskalation eine ernsthafte Belastung", erklärt der Verband Economiesuisse. Schweizer Ausfuhren in die Vereinigten Staaten seien von einem übermäßig hohen Zollsatz von 31 Prozent betroffen. Von der Regierung fordert der Verband, "die Situation mit der US-Regierung rasch zu klären."
06.50 Uhr - Der Schweizer Pharmakonzern NovartisNOVN.S will die neue US-Zollpolitik und ihre möglichen Auswirkungen bewerten. "Wir setzen uns für eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Trump-Administration und dem US-Kongress ein, um sicherzustellen, dass die Entwicklung der nächsten Generation von Medikamenten und ein angemessener Zugang für Patienten gefördert werden", erklärt das Unternehmen. Novartis verfüge über ein robustes globales Produktions- und Liefernetzwerk, das es dem Konzern ermögliche, Patienten auf der ganzen Welt Behandlungen zur Verfügung zu stellen.
06.35 Uhr - Der französische Präsident Emmanuel Macron lädt Vertreter sämtlicher Branchen, die von den US-Zöllen betroffen sind, in den Élysée-Palast. Das Treffen soll im Laufe des Tages stattfinden, wie das französische Präsidialamt mitteilt.
06.20 Uhr - Die US-Zölle werden nach Einschätzung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer zu einer weiteren Produktionsverlagerung in die USA und zum Jobabbau in Deutschland führen. "Wenn die Zölle langfristig bleiben, werden deutsche Autobauer ihre Produktion weiter in die USA verlagern", sagte der Wirtschaftswissenschaftler den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die deutschen Autohersteller und Zulieferer werden durch die Zölle extrem geschädigt und hart bestraft", sagte Dudenhöffer. "Trump drängt die Konzerne in die Verluste und saugt die Arbeitsplätze ab." Er sei "somit für uns wirtschaftlich wahrscheinlich ein größerer Feind als Putin."
05.45 Uhr - Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, bezeichnet die neuen US-Zölle als schweren Schlag für die Weltwirtschaft. "Wir sind bereits dabei, das erste Paket von Gegenmaßnahmen als Reaktion auf die Stahlzölle fertigzustellen", sagte sie in einer Erklärung, die am Donnerstag in Samarkand (Usbekistan) im Vorfeld eines EU-Zentralasien-Partnerschaftsgipfels verlesen wurde. Mit den Gegenmaßnahmen wolle man die Interessen der EU und der Unternehmen innerhalb der Europäischen Union schützen, falls die Verhandlungen mit den USA scheitern sollten, so die Kommissionspräsidentin weiter. Trump hatte zuvor einen Mindestzoll von zehn Prozent auf die meisten Importwaren eingeführt - mit einem höheren Satz von 20 Prozent für Waren aus der EU.
04.45 Uhr - China fordert die USA auf, ihre neuesten Zölle unverzüglich aufzuheben und kündigt Gegenmaßnahmen an. "China lehnt dies entschieden ab und wird Gegenmaßnahmen ergreifen, um seine eigenen Rechte und Interessen zu schützen", so das chinesische Handelsministerium in einer Erklärung. Der Schritt der USA missachte den Interessenausgleich, der in multilateralen Handelsverhandlungen im Laufe der Jahre erreicht worden sei.
03.45 Uhr - Nur wenige Stunden nach den Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump hat der US-Senat für einen Gesetzesentwurf zum Stopp neuer Zölle gegen Kanada gestimmt. Für den Entwurf stimmten 51 Mitglieder des Senats, 48 waren dagegen. Über das Papier muss nun das Repräsentantenhaus abstimmen. Vier Republikaner im Senat haben sich mit den Demokraten zusammengetan, um das Gesetz voranzubringen. In einem nächtlichen Posting in den sozialen Medien forderte Trump vier seiner republikanischen Kollegen namentlich auf, das Gesetz abzulehnen, doch sie ignorierten seinen Druck. Die Maßnahme benötigte mindestens vier republikanische Stimmen, um in der Kammer verabschiedet zu werden.
01.35 Uhr - Der amtierende südkoreanische Präsident Han Duck-soo ordnet Sofortmaßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen an, die von den US-Zöllen betroffen sind. Dies teilte das Industrieministerium mit. US-Präsident Donald Trump hat auch gegen Südkorea Gegenzölle von 25 Prozent verhängt. "Da der globale Handelskrieg zur Realität geworden ist, muss die Regierung all ihre Fähigkeiten einsetzen, um die Handelskrise zu überwinden", sagte Han nach Angaben des Ministeriums bei einem Treffen mit dem Finanzminister und anderen Spitzenbeamten. Han bat den Industrieminister, den Inhalt der Zölle zu analysieren und aktiv mit Washington zu verhandeln, um die Auswirkungen der US-Zölle zu minimieren.
01.20 Uhr - Der GoldpreisXAU= erreicht nach der Zollankündigung von US-Präsident Donald Trump ein neues Rekordhoch. Der Preis für eine Feinunze steigt zunächst auf 3157,23 Dollar. "Die Vergeltungszölle sind deutlich aggressiver als erwartet", sagt der unabhängige Metallhändler Tai Wong. "Die Aussichten für Gold sind hier hervorragend, mit 3200 Dollar als neuem kurzfristigen Ziel."
01.10 Uhr - Kanadas Ministerpräsident Mark Carney kündigt Gegenmaßnahmen an. Diese würden am Donnerstag bekanntgegeben, sagt er vor einer Kabinettssitzung. "Es ist wichtig, zielgerichtet und mit Nachdruck zu handeln, und genau das werden wir tun." Dem US-Präsidialamt zufolge gilt der neue Basiszoll von zehn Prozent zwar nicht für Kanada. Allerdings bleiben die US-Zölle von 25 Prozent für viele Güter im Zusammenhang mit Drogen- und Einwanderungsfragen in Kraft.
00.50 Uhr - Die Schweiz nimmt die Ankündigung der USA zur Kenntnis. Der Bundesrat werde rasch das weitere Vorgehen festlegen, schreibt Präsidentin Karin Keller-Sutter auf dem Kurznachrichtendienst X. "Im Vordergrund stehen die langfristigen wirtschaftlichen Interessen des Landes. Treue zum internationalen Recht und Freihandel bleiben zentrale Werte", erklärt sie weiter. Die USA haben die Schweiz mit Zöllen von 31 Prozent belegt.
00.40 Uhr - US-Finanzminister Scott Bessent warnt die betroffenen Staaten davor, auf die neuen Zölle mit Vergeltungsmaßnahmen zu reagieren. Dies werde zu einer Eskalation führen, sagt Bessent dem Sender Fox News.
00.02 Uhr - Als weitere Maßnahme beendet Trump die Zollbefreiung für kleinere Paketsendungen aus China. In einer Erklärung des US-Präsidialamts dazu heißt es, nur Waren aus der Volksrepublik sollten diese günstige "De minimis"-Einstufung verlieren. Dies sei ein entscheidender Schritt im Kampf gegen den Zufluss illegaler synthetischer Opioide. Die Regelung sieht vor, dass Pakete aus dem Ausland mit einem Wert von unter 800 Dollar an Privatpersonen von Zöllen befreit sind. Die Zahl der auf diesem Weg eingeführten Sendungen ist jedoch in den vergangenen Jahren explosionsartig gestiegen und erreichte 2024 fast 1,4 Milliarden Pakete. Damit machen sie mehr als 90 Prozent aller in die USA eingeführten Pakete aus. Etwa 60 Prozent stammen aus China.