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BÖRSEN-TICKER-Zollangst der Anleger belastet US-Vermögensverwalter

ReutersApr 3, 2025 5:38 PM

- Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

19.30 Uhr - Aktien von US-Vermögensverwaltern müssen im Zuge der verkündeten US-Zollmaßnahmen Federn lassen. Papiere von ApolloAPO.N fallen um 10,7 Prozent, BlackstoneBX.N um 8,2 Prozent, BlackRockBLK.N um sechs Prozent und Charles SchwabSCHW.N um drei Prozent. Die Angst vor einem Handelskrieg, wirtschaftliche Unsicherheit und Inflationsdruck durch Zölle könnten Experten zufolge einen längeren Abschwung an den Märkten verursachen, was die Bewertung der verwalteten Vermögen drücken dürfte. Das wiederum könnte die Gebühren der Verwalter belasten.

14.30 Uhr - Die Talfahrt der Ölpreise beschleunigt sich, nachdem Opec+-Mitglieder ihre geplanten Produktionserhöhungen überraschend vorantreiben. Die Nordsee-Sorte BrentLCOc1 und US-Öl WTICLc1 verbilligen sich um 5,7 und 6,1 Prozent auf 70,54 und 67,13 Dollar je Fass (159 Liter). Acht Länder der Organisation der Erdölexporteure und ihrer Verbündeten wollen die Fördermengen im Mai um 411.000 Barrel pro Tag erhöhen. Das liegt deutlich über den eigentlich angepeilten Steigerungen von 135.000 Barrel pro Tag. Schon zuvor hatte die Angst der Anleger vor einem weltweiten Konjunktureinbruch die Ölpreise rund vier Prozent ins Minus gedrückt.

13.55 Uhr - Die Vorzeichen für den Handelstag an der Wall Street sind wegen des Zollpakets der US-Regierung düster: Vorbörslich liegen die Futures auf die US-LeitindizesEscv11YMcv1NQcv1 zwischen 2,9 und vier Prozent im Minus, angeführt von Verlusten bei Aktien großer Tech-Konzerne. Die Anleger fürchten einen umfassenden Handelskrieg, der die Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen könnte. Der Volatilitätsindex Vix.VIX, der als Angstmesser der Wall Street bekannt ist, erreicht mit 25,93 Punkten ein Drei-Wochen-Hoch.

13.15 Uhr - Das drastische US-Zollpaket setzt die Aktien europäischer Schifffahrts- und Logistikkonzerne unter Druck. Papiere der Reedereien MaerskMAERSKb.CO und Hapag-LloydHLAG.DE rutschen um zehn und 7,8 Prozent ab. Die Logistikkonzerne DSVDSV.CO, Kuehne und NagelKNIN.S sowie Deutsche PostDHLn.DE verzeichnen Abschläge zwischen 4,5 und acht Prozent. Rund ein Viertel aller Seefrachtcontainer würden in die USA hinein oder hinaus gehen, sagte Gan Marco Werro, Analyst der Zürcher Kantonalbank. "Wir erwarten, dass sich die Frachtströme geografisch verlagern, und diese Verlagerung dürfte zu komplexeren Lieferketten für die Kunden führen", sagt Andy Chu, Analyst der Deutschen Bank. Dies könnte mehr grenzüberschreitende Sendungen, mehr Mehrwertdienste und einen höheren Lagerbedarf beinhalten, fügte Chu hinzu.

12.40 Uhr - Trotz der umfangreichen Zoll-Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump steigt der EuroEUR= immer weiter. Die Gemeinschaftswährung klettert in der Spitze um 2,7 Prozent auf 1,1144 Dollar. Das ist der höchste Stand seit mehr als sechs Monaten. Der Euro steuert damit auf den größten Tagesgewinn seit Dezember 2015 zu. Analysten zufolge halten die Investoren dem Euro zugute, dass sich Europa angesichts der US-Zölle auf die Unterstützung seiner Wirtschaft konzentriert. "Mit Blick auf Europa sind die Hoffnungen deutlich gestiegen, dass die ambitionierten Fiskalpläne die Konsum- und Investitionsbedingungen nachhaltig verbessern und den Wirtschaftsraum auf einen höheren Wachstumspfad führen", sagt Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz. Seiner Ansicht nach dürfte sich aber rasch abzeichnen, dass diese Erwartungen vor allem kurzfristig überzogen sind. Auch für Europa seien Abwärtsrisiken mit den hohen Importzöllen in den USA gestiegen. Der Dollar steht in Erwartung niedrigerer Wachstumsraten infolge der US-Zölle deutlich unter Druck. Der Dollar-Index.DXY verliert bis zu 2,3 Prozent auf 101,3720 Punkte.

09.30 Uhr - Die US-Zollerhöhungen belasten die in Frankfurt notierten Aktien von AppleAAPL.F. Die Papiere des iPhone-Anbieters rutschen um gut sieben Prozent ab auf den tiefsten Stand seit August. "Falls es diesmal keine Ausnahme für Apple gibt und das Unternehmen die kumulierten China-Zölle von 54 Prozent nicht weitergeben kann, schätzen wir die negativen Auswirkungen auf die Gesamtbruttomarge auf etwa neun Prozent", schreiben die Experten von Citigroup. Mehr als 90 Prozent von Apples Produktion entfallen dem Finanzdienstleister zufolge auf Standorte in China.

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