Der Goldpreis in Indien zieht am Donnerstag von den Rekordhöhen zurück, nachdem ein ähnliches Preisverhalten im Comex-Gold zu beobachten war.
Händler ziehen es vor, ihre Long-Positionen in Gold zu realisieren, da die Unsicherheit rund um die 'reziproken Zölle' von US-Präsident Donald Trump endlich nachgelassen hat.
Spät am Mittwoch kündigte Trump einen Basiszoll von 10 % auf die meisten in die USA importierten Waren an, mit deutlich höheren Abgaben auf Produkte aus Dutzenden von Ländern, einschließlich seiner wichtigsten Handelspartner - China, Japan und der Europäischen Union (EU).
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wird der Goldpreis mit 8.605,97 Indischen Rupien (INR) pro Gramm gehandelt, was einem Rückgang im Vergleich zum Schlusskurs am Mittwoch von 8.620,08 INR entspricht, so die von FXStreet zusammengestellten Daten.
Der Goldpreis korrigierte auf 100.377,60 INR pro Tola, nachdem er am Mittwoch bei 100.543,00 INR pro Tola geschlossen hatte.
Einheit | Goldpreis in INR |
---|---|
1 Gramm | 8.605,97 |
10 Gramm | 86.058,98 |
Tola | 100.377,60 |
Troy-Unze | 267.677,30 |
FXStreet ermittelt die Goldpreise in Indien, indem internationale Preise (USD/INR) an die lokale Währung und Maßeinheiten angepasst werden. Die Preise werden täglich basierend auf den aktuellen Marktkursen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktualisiert. Die angegebenen Preise dienen lediglich als Referenz und die lokalen Kurse können leicht abweichen.
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.
(Ein Automatisierungstool wurde zur Erstellung dieses Beitrags verwendet.)