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BlackRock-Boss warnt: Bitcoin könnte den Dollar stürzen!

FXStreetApr 3, 2025 3:22 PM

In seinem jährlichen Brief an Investoren hat Larry Fink, CEO von BlackRock, ein Thema angesprochen, das viele aufhorchen lässt: Die stetig wachsende Staatsverschuldung der USA könnte dazu führen, dass der US-Dollar seinen Status als globale Leitwährung verliert – und durch Bitcoin ersetzt wird. Eine starke Aussage, die vor allem deshalb Gewicht hat, weil sie von einem der mächtigsten Finanzmanager der Welt kommt.

Der Dollar ist nicht unantastbar

Fink betont, dass digitale Vermögenswerte wie Bitcoin eine bahnbrechende Innovation darstellen. Zugleich warnt er davor, dass der US-Dollar als Weltreservewährung unter Druck geraten könnte, wenn Investoren beginnen, Bitcoin als sicherere Alternative zu sehen.

"Wenn die USA ihre Schulden nicht in den Griff bekommen und die Haushaltsdefizite weiter steigen, riskiert das Land, seine Sonderstellung gegenüber digitalen Assets wie Bitcoin zu verlieren", schreibt er.

Der US-Dollar erfüllt seit Jahrzehnten die Rolle der globalen Reservewährung – doch das, so Fink, sei keine Selbstverständlichkeit mehr. Er bringt damit eine Sorge auf den Punkt, die längst nicht mehr nur in wirtschaftspolitischen Nischen diskutiert wird: Vertrauen ist das Fundament jeder Währung. Und dieses Vertrauen gerät zunehmend unter Druck.

Tokenisierung: Das nächste große Thema

Neben Bitcoin spricht Fink in seinem Schreiben auch über das Potenzial der Tokenisierung von realen Vermögenswerten. Für ihn ist das ein technologischer Fortschritt, der das Investieren grundlegend verändern könnte. Er sieht darin eine Chance, den Zugang zu Finanzmärkten zu demokratisieren. Tokenisierte Fonds könnten schon bald so selbstverständlich sein wie ETFs heute.

BlackRock selbst ist in dem Bereich bereits sehr aktiv. Der firmeneigene "USD Institutional Digital Liquidity Fund" (kurz: BUIDL) verwaltet fast zwei Milliarden Dollar und gilt derzeit als größter tokenisierter Fonds weltweit.

Bitcoin-ETFs: Zuflüsse steigen, Bewertung sinkt

Passend zu Finks Aussagen verzeichneten Bitcoin-ETFs in der vergangenen Woche deutliche Kapitalzuflüsse. Laut dem wöchentlichen Bericht von CoinShares flossen rund 195 Millionen US-Dollar in diese Anlageklasse. Das zeigt: Trotz schwankender Kurse bleibt das Interesse groß.

Allerdings ist die Gesamtbewertung der in Bitcoin-ETFs gebundenen Vermögen mit derzeit 114 Milliarden Dollar so niedrig wie seit dem Post-Wahl-Hype in den USA nicht mehr. Anleger scheinen derzeit vorsichtiger zu agieren – möglicherweise in Erwartung stärkerer makroökonomischer Impulse.

BlackRock selbst ist mit dem "iShares Bitcoin Trust" (IBIT) führend in diesem Bereich. Der Fonds kommt inzwischen auf mehr als 39 Milliarden Dollar verwaltetes Vermögen. Um die Reichweite zu erhöhen, wurde in Europa zusätzlich der "iShares Bitcoin ETP" gestartet.

Altcoins kehren zurück ins Spiel

Nach vier Wochen mit Abflüssen konnten auch Altcoin-Produkte wieder Zuflüsse verzeichnen – insgesamt 33 Millionen US-Dollar. Besonders gefragt waren Ethereum (14,5 Mio.), Solana (7,8 Mio.), XRP (4,8 Mio.) und SUI (4,0 Mio.).

Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass sich das Interesse der Anleger langsam wieder auf breitere Teile des Kryptomarkts ausweitet. Nach dem monatelangen Fokus auf Bitcoin werden zunehmend auch andere Projekte mit soliden Anwendungsfällen oder technologischer Tiefe wieder interessanter.

Fazit

Larry Fink spricht Themen an, die zunehmend in den Mittelpunkt rücken: Vertrauen in traditionelle Währungen, die Rolle digitaler Vermögenswerte und der Wandel in der Investmentlandschaft durch neue Technologien. Seine Aussagen zur möglichen Ablösung des Dollars durch Bitcoin sind sicherlich provokant – aber nicht aus der Luft gegriffen.

Gleichzeitig zeigt der Markt, dass Investoren diesen Wandel ernst nehmen. Kapital fließt in ETFs, Tokenisierung gewinnt an Fahrt, und selbst Altcoins erleben wieder Interesse. Wer bislang glaubte, dass Bitcoin und Co. ein kurzfristiges Phänomen seien, dürfte langsam ins Grübeln kommen. Die digitale Transformation der Finanzwelt ist längst Realität – und wir stehen vermutlich erst am Anfang.

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